Allein reisen – Ein Wochenende in Rom

Allein reisen – Ein Wochenende in Rom

(Werbung ohne Auftrag)

Ich sitze am Rechner und sehe auf der Seite der Airline plötzlich diesen wahnsinnig günstigen Flug…. Die Zeit stimmt…..das Ziel passt…..und ich denke: Das ist ein Zeichen…….

Dafür dass es jetzt wohl sein soll – zum ersten Mal völlig alleine verreisen. Ein bisschen mulmig ist mir das einerseits schon. Auf der anderen Seite will ich es auch ausprobieren und bin neugierig. Wie werde ich mich ganz alleine fühlen? Wird es mir gefallen? Werde ich mich einsam fühlen? Wird mir der Austausch mit jemandem fehlen? Kann ich das? Werde ich mich zurecht finden?

Vielleicht wird es mir gefallen einmal nur nach meinem Rhythmus zu leben und zu agieren? Spontan steigt die Aufregung….Eins ist mal sicher: Es fordert mich! Soll ich auf „buchen“ klicken oder soll ich nicht? Ich bin hin und her gerissen. Aber der Gedanke fasziniert mich.

Ich werfe kurz die Frage in den Raum und die noch anwesenden Freunde raten mir zu….und das gibt den letzten Ausschlag und ich klicke auf Buchen…..Bääm!!!


Drei Tage Rom nur mit Handgepäck und ohne Reiseveranstalter, Reisegruppe oder sonstiges. Nur ich….. Unter Beachtung der Flugzeiten so dass ich mich nicht mitten in der Nacht im Dunkeln einer fremden Stadt zurechtfinden muss.

Das mag jetzt vielen Travellern albern vorkommen…. Ist ja nur ein kurzer Trip…. Eine europäische Stadt…. Aber ich bin noch nie ganz alleine verreist.

Viele Jahre gab es für mich nur Urlaub in dem alles durchgeplant war. Flüge….Transfer…..Unterkunft…..Verpflegung…..Das war gut so, aber…..ich muss es gestehen: Heimlich habe ich schon immer vom Rucksackurlaub around the world geträumt! Auf eigene Faust….Asien…Thailand…..Australien und so!  Hat sich aber nie ergeben- vielleicht auch, weil ich mich  letzten Endes dann doch nicht getraut habe – oder die Lebenssituation nicht passte……

Aber träumen soll ja erlaubt sein. Jedenfalls habe ich schon mit 18 völlig fasziniert den Erzählungen von Weltreisenden angehört und gedacht: Irgendwann machst Du das auch mal…..

Jetzt bin ich 55! Noch ist es nicht zu spät. Ich muss es „klein“ probieren….also jetzt los…..Jetzt passt alles….

Den Flug habe ich….jetzt die Unterkunft. Letztlich habe ich mich für das Hotel Dormus Helena entschieden. Dies ist 200 m vom U-Bahnhof Vittorio Emanuele und nicht weit vom Bahnhof Termini entfernt. Das Kolosseum ist zu Fuß in 10 Gehminuten erreichbar ( wenn man den Weg findet ). Von der Lage also sehr gut. Das Hotel wird von Nonnen geführt, was mir als alleinreisende Frau ein gutes Gefühl gibt. Eine 24 Stunden besetzte Rezeption mit sehr! freundlichem Personal rundet die Sache ab. Das W-Lan ist gut und das Hotel sehr sauber. Preis Leistung stimmt dort total.


Es gibt sogar eine Dachterasse die ich allerdings Anfang Dezember nicht genutzt habe.


Nach einem ruhigen Flug standen ich und mein Köfferchen nun in Rom! Ich hatte mir von zu Hause aus einen Rom Pass von GetYourGuide bestellt den ich am Flughafen abholen musste. Glücklicherweise hatten meine Sitznachbarn im Flieger fast den gleichen Weg in die Stadt, so dass ich sehr dankbar war mich „dranhängen“ zu können, zumal wir etwas Verspätung hatten und es langsam dämmerig wurde und ich mich ja nicht auskannte. Nachdem wir die Tickets gekauft hatten und der Bus uns zum Bahnhof Termini gebracht hatte ging es das letzte Stück des Weges zu Fuß. Meine Mitreisenden hatten sich mittlerweile verabschiedet und so stand ich da.

Allein. In einer fremden Stadt. Im Dunkeln. Im Regen. Mit meinem Köfferchen. Und Google Maps. Neben einem dunklen Park. Und hatte nicht wirklich einen Plan wo ich hin musste. Das war der Moment in dem ich mich gefragt habe ob das wirklich alles so eine gute Idee war. Aber nützt ja nix. Also habe ich mein „ich habe den Überblick und alles im Griff-Gesicht“ aufgesetzt, rumstehende Männer gekonnt ignoriert und….lange Rede kurzer Sinn….nach zehn Minuten war ich im Hotel! Und froh darüber! Das hat mich schon gefordert! Auf Empfehlung an der Rezeption (es gab deutschsprachige Mitarbeiter) bin ich später noch zum Italiener um die Ecke (Tempio di Mecenate), wo ich sehr lecker gegessen habe und sehr freundlich bedient wurde. Würde ich wieder hingehen!


Ich habe hervorragend geschlafen und nach einem leckeren Frühstück gehts ab zum Sightseeing-Programm. Die U Bahn ist nah und an der Rezeption habe ich mir einen Stadtplan mitgenommen und nochmal die Strecke erklären lassen. Die langen U Bahn Tunnel haben mir nicht wirklich gefallen aber das ist ja in keiner Stadt schön. Ein Tipp noch…. Passt auf Eure Sachen auf!!! Gerade in der U Bahn. Im Gedränge haben mich zwei Frauen darauf aufmerksam gemacht dass ich gerade beklaut werde – und tatsächlich….mein Tagesrucksack klaffte weit auf. War aber nix wichtiges drin, nur Wasser, Tempos usw…. Alles Wichtige hatte ich sicher am Körper verstaut!



Mein erstes Ziel war der Petersdom. Ich muss schon sagen….ich bin beeindruckt! So oft man das schon im Fernsehen gesehen hat ….. es ist Monumental !! Ich glaube schon alleine in diesem Viertel könnte man Tage verbringen und man hätte immer noch nicht immer alles gesehen. Es atmet Geschichte!

Auch innen ist es beeindruckend. Ich hatte keine Führung gebucht, bin nur alleine dort herumgelaufen, habe mich hingesetzt und bin in die Stille gegangen… Ich finde man muss das alles mal wirken lassen. Man spürt dass das ein ganz besonderer Ort ist. Es gibt ja solche Kraftorte….


Das mit der vatikanischen Post musste natürlich sein 🙂


Vom Petersdom bin ich zur Engelsburg gebummelt, mittlerweile ist das Wetter echt schön geworden, seht Ihr den blauen Himmel ?!

rom-engelsburg

Von dort oben hat man einen unglaublichen Blick über die Stadt! Das lohnt sich, kann ich empfehlen. Oben gibt es auch eine Gastronomie und man kann essen und trinken mit Traumblick.

rom engelsburg
blick-über-rom engelsburg
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Ich hoffe bis dahin hat Euch mein Bericht gefallen?! Mehr dazu gibt es im nächsten Blogpost.

Alles Liebe,

Gaby

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