Über das Leben

Zusammengehören. Gemeinsam um den liebevoll gedeckten Tisch sitzen. Dampfender Kaffee, frische Brötchen, frisch gepresster Orangensaft, Sonnenlicht und draußen ein Hauch von Frühling. Die Vögel zwitschern. Die Sonnenstrahlen wärmen die hungernde Erde nach dem Winter und die Tulpen recken erwartungsvoll ihre Köpfe aus dem Boden. Wir sind komplett. Vollständig. Lachen. Scherzen. Diskutieren. So war es immer. Schon als Kind. Als junge Frau. Behütet. Selbstverständlich. Manchmal auch nicht. Manchmal auch verloren in der Leere des Universums. Orientierungslos. Durcheinandergewirbelt und verloren gegangen. Und wieder geerdet. Zurückgefunden.

Nicht immer unbeschwert. Nicht immer unbelastet. Schon gar nicht immer rosarot. Eine sichere Bastion. Unverwundbar. Ein Fels in der Brandung. Die Bewusstheit kommt später. Erst die Bedrohung holt sie ans Tageslicht. Dankbarkeit. Verbundenheit. Liebe.

Dann die Nachricht. Der Absturz. Und die erschütternde Erkenntnis. Es gibt keine Sicherheit. Die Seelen schwirren orientierungslos im Raum. Versuchen sich hierhin und dorthin zu retten. Jeder für sich und doch alle zusammen. Zischen von einem Ort zum Anderen. Auf der Suche nach Frieden. Nach Geborgenheit. Nach Wärme und Sicherheit. So, wie es war. Aufwachen.

Nur ein böser Traum. Lächeln.

Hoffnung. Beobachtung. Veränderung. Wo ist die Zuflucht? Nur im inneren Selbst. Wo suchen? Wie dorthin finden? Vertrauen? Glauben? Sicherheit? Meditation? Religionen sind nie mein Ding gewesen. Spiritualität schon. Alles dreht sich. So wie es ist, ist es richtig. So ist das Leben. Landeplätze sind nicht für immer.

 

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