Gedanken zum Bloggen #Schreibzeit

Was bedeutet für Euch damals und heute bloggen? Wie empfindet Ihr die aktuelle Lage der Bloggernation? Hadert Ihr mit Euch und Eurem Blog, fühlt Ihr Euch durch andere Blogs unter Druck gesetzt oder seht Ihr das alles ganz entspannt?

So Bine´s #Schreibzeit-Thema. So richtig mitreden kann ich da eigentlich noch nicht denn „damals“ ist in meinem Fall noch nicht soo lange her. (obwohl, wenn ich das Revue passieren lasse – so ganz neu bin ich wohl auch nicht mehr) Jedenfalls wusste ich bis 2014 noch gar nicht so richtig was ein Blog eigentlich ist. „so eine Seite im Internet halt“ Genaue Vorstellungen hatte ich nicht.

WIE ES ANFING:

Ich habe keine Ahnung woher die plötzliche Faszination kam. Eines Tages war sie da. Ich wollte bloggen. Unbedingt. Komme was da wolle. Ich begann Blogs zu lesen. Anfangs hin und wieder. Bald täglich. Ich hatte Lieblingsblogs und ich fand es faszinierend wie Blogger einfach schreiben und veröffentlichen können wenn ihnen danach ist. Sich mit anderen austauschen. Und Leser haben. Manchmal geht es um leichte Themen, manchmal Ernstes – das Spektrum ist unendlich groß. Und erst die Bilder. Schöne Fotos müssen „in die Welt hinaus“ und sollten nicht vergraben in einem Archiv oder in einer Datei ein Schattendasein fristen. Ich wollte auch solch eine schöne Seite haben. Einen schönen Rahmen in dem ich würde gestalten können. So der Plan.

Jedoch hatte ich keine Ahnung wie ich zu einem Blog kommen könnte. Ich hatte mich noch nie mit den gängigen Blogplattformen blogger.de, WordPress, blogger.com usw. beschäftigt. Instagram, Facebook oder Twitter waren nur Worte. Die gibt es, ja……aber was es genau ist und wie es funktioniert…….weiß nicht so recht…..Seit Mai diesen Jahres (mein Umzug von blogger.de zu WordPress) bin ich bei Facebook, Twitter und Instagram aktiv. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Mir persönlich liegen Instagram und Twitter mehr als Facebook zum Beispiel.

WIE ES JETZT IST:

Heute veröffentliche ich relativ regelmäßig Beiträge. Meist einmal die Woche. Gerne öfter wenn es zeitlich und organisatorisch möglich ist. Oder wenn mich die Muse küsst und ein Beitrag unbedingt geschrieben werden will. Anfangs habe ich nicht so auf Regelmäßigkeit geachtet, mittlerweile schon. So leidenschaftlich gerne ich auch blogge…. es ist aufwendig. Manchmal mache ich mir selbst einen gewissen Druck unbedingt zum „Termin abliefern“ zu wollen!

Schließlich soll mein kleines Blogpflänzchen ja noch wachsen und sich entwickeln. Schönere Bilder, bessere Texte, interessante Themen.

Und ich laufe auch nicht schreiend weg wenn ich Kooperationen angeboten bekomme. Im Gegenteil. Aber auch da stellt sich die Frage „welche Kooperation- und vor allem auch zu welchen Bedingungen?!“ Im Laufe des letzten Jahres ist mein Bloggen „ernsthafter“ geworden. Ist vom reinen Spaß zu einer Art „Arbeit“ geworden. Arbeit im Sinne von „Arbeit ist was Gutes“ Arbeit im Sinne von „mit Leidenschaft gestalten“. Auch meinen eigenen Ansprüchen gerecht werden zu wollen ist Thema. Und da sind wir beim Vergleich mit Anderen.

DIE ANDEREN:

Besonders wenn ich Blogs sehe die ungefähr zur gleichen Zeit aufgetaucht sind wie ich bleibt der Vergleich nicht aus. „Die“ sind vielleicht „weiter“ als ich. Haben ein schöneres Blogdesign, schreiben bessere Texte, kennen sich mit der Technik besser aus oder machen schönere Bilder. Verdienen vielleicht schon Geld mit dem Blog oder haben interessantere Beiträge.

Bei all dem ist bei meinem Blog noch viel Luft nach oben. Und ja, manchmal stresst mich das. Nicht weil ich anderen den Erfolg neide, nein – ich bin kein neidischer Mensch, aber weil ich es vielleicht auch gerne hätte oder können würde. Und gute Workshops sind teuer. Aber dann wieder gibt es Tage an denen ich zum Beispiel positives Feedback bekomme. Oder gerade mit einem Beitrag fertig geworden bin den ich selbst toll finde. Dann denk ich mir „lass Dich nicht stressen und mach Dich nicht verrückt“ sondern lass Dich von „besseren“ Bloggerinnen, von den Großen eher anspornen und inspirieren. Und dann applaudiere ich ihnen wie Bine in Ihrem Beitrag so treffend geschrieben hat. Und mache mein Ding einfach weiter.

Und es entwickelt sich ja. Ist ja nicht so als ginge es nicht weiter…Immer kommen neue Themen hinzu. Es wird immer Blogger geben die besser sind als ich. Aber genauso wird es welche geben die nicht so weit sind wie ich. Wichtig ist doch, dass ich im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche das Beste daraus zu machen. Und dabei authentisch bleibe.

DIE AKTUELLEN THEMEN:

Bisher habe ich mich beispielsweise mit SEO (Suchmaschinenoptimierung) noch nie beschäftigt. Wusste im Grunde gar nicht was es ist und wozu es gut ist. Seit ich angefangen habe mich damit zu beschäftigen weiß ich – dass ich nix weiß 🙂 (Tolle Einsicht,oder?) Was für ein Riesenthema!!

Ich habe fast 10.000 Fotos auf meinem Rechner. In Alben. Keines davon beschriftet. Und natürlich jedes Motiv zig mal abgelichtet. Nie was gelöscht. Mein Album mit Kaffee, Essen, und Dingen die nicht benennbar sind heißt übrigens „Kürbis“ weil ich es um die Halloweenzeit angelegt habe und es voller Kürbisbilder ist. (Tolles Ordnungssystem, oder? 🙂

Und auch auf dem Blog war bisher kein Foto beschriftet. Wie bitte, soll mich da jemand (oder eine Suchmaschine) finden? Berechtigte Frage bei einem Workshop.

Ich hatte vorher noch nie was davon gehört dass man Fotos verkleinern muss / soll wenn sie vom Handy hochgeladen werden. Dies dient dazu die Ladezeit der Seite in Grenzen zu halten. Bei mir sind die Fotos bisher ohne weitere Größenveränderung aus dem Iphone auf den Rechner und ohne Umwege im Blog gelandet.

Jetzt bin ich dabei jedes einzelne Foto aus meinem Blog händisch zu Exportieren, es in einer Datei unter „Postbilder“ zusammenzufassen, es zu beschriften und zu verkleinern. Dann gehe ich Post für Post durch und tausche die Bilder aus. Und wenn ich damit fertig bin, werde ich wahrscheinlich alt und grau sein – und habe immer noch nicht rausgefunden warum meine Beitragsbilder immer nur linksbündig angezeigt werden.

Beim Thema „Schlagworte, Keywords“ bin ich wahrscheinlich genauso suboptimal aufgestellt. Keine Ahnung wie das geht.

Aber ……. nicht alles auf einmal. Auf jeden Fall scheint SEO dieses Jahr eins meiner Themen zu sein.

WAS SONST HEUTE NOCH ANDERS IST ALS DAMALS:

Essen wird fotografiert, bevor es gegessen wird. Schöner Kaffee auch. Nicht immer, aber eben manchmal. Gerne im Hof bei Tageslicht. Da muss das Essen schon mal warten…..

Wenn die Sonne senkrecht steht und kein Wind geht wird das Fotozelt im Garten aufgestellt und für Produktfotos benutzt. Die beste Lichtquelle für mich zur Zeit….

Ich gehe durch den Baumarkt und erwische mich dabei wie ich nach Laminat für schönen Hinter- und Untergründe suche auf dem ich dann im Hof den Nagellack (oder ähnliches) arrangiere.

Und so entwickelt es sich.

Der Weg ist das Ziel.

5 Gedanken zu “Gedanken zum Bloggen #Schreibzeit

  1. Hej Gabi!

    Fass das bitte nicht falsch auf aber für eine „Ü 50-Frau“ finde ich machst du das doch echt gut! Wenn ich mir überlege, dass meine Mama, die 52 ist, sich nichts darunter vorstellen kann, dass ich blogge und generell für einige Online-Formate Texte schreibe, dann bewundere ich es umso mehr, dass du dich dieser „Herausforderung“ (jaja, die gute Technik…) stellst, dich ausprobierst und eben auch weiter entwickelst – das ist doch toll!
    Und ja klar, sieht man immer die anderen, die das Ganze professioneller betreiben, mehr Follower haben usw. – wenn mich die Zweifel nagen, versuche ich immer mir zu denken „Na und?!“ – schließlich ist der ursprüngliche Sinn des Bloggens doch genau das was du beschrieben hast: Man selbst sein, seinen eigenen Geschmack ausleben, Themen behandeln, auf die man Lust hat. Eben man selbst sein. Vor ein paar Jahren ahnte noch niemand, dass die Blogosphäre schneller von Marketing und Werbung zerfressen wird, als allen lieb ist – aber das ist nun mal die heutige Zeit. Ich würde dir raten: Mach worauf du Lust hast und was dir Freude bringt! Dann bleibt der Spaß bei der Sache und man stresst sich nicht wegen Irgendwas, was in 5 Jahren vielleicht eh keine Beachtung mehr findet… Man weiß ja nie 😉

    Viele Liebe Grüße
    Vickie von http://www.vickievonfreedrinkshain.com

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