Fastenzeit 2.0

Fastenzeit 2.0

Da ist sie wieder. Die Fastenzeit. Alle Jahre wieder stellt sich nicht nur mir die Frage: Verzichte ich auf etwas? Und wenn ja, auf was? Und werde ich es auch durchhalten?
Gestern am Aschermittwoch gab es traditionell Fisch. In meinem Fall Variationen vom Hering (klingt gut, oder?) an Tomaten mit Basilikumdressing und Salzkartoffeln. Soll heißen es gab Sahnehering und Brathering mit Kartoffeln und Tomaten. Das war echt lecker.

Ich habe mir vorgenommen für die nächsten vier Wochen auf Süßigkeiten zu verzichten, auf Alkohol und auf Junk-Food. Mal sehen wie es klappt.
Ich denke jetzt zum Frühling hin ist die richtige Zeit um noch ein paar Kilos zu vernichten. Heute gab es frische Ananas zum Frühstück, heute Mittag Brötchen mit Kräuterbutter und heute Abend werden noch die letzten gesammelten Reste aus der Karnevalswoche aufgebraucht (Tomaten, Paprika, Kartoffeln von gestern, bisschen Fleischwurst) Daraus werde ich irgendwie ein Pfannengericht „zaubern“ ein Rührei drüber und schon ist das Improvisationsabendessen fertig.
Ab sofort wird nur noch gesundes Essen eingekauft.
Vielleicht werde ich die ein, oder andere Mahlzeit durch Almased ersetzen und dann wird das schon klappen. Hoffe ich.

Die zehn Kilo Abnahme vom letzten Jahr habe ich ja Gott sei dank über alle Feiertage gerettet so dass ich jetzt noch einmal einen Sprung nach unten versuche.

Dieses „ über einen langen Zeitraum-Abnehmen“ hat mir gut gefallen. Weil ich auch Genussmensch bin. Soll heißen ich will in der Weihnachtszeit auf den Weihnachtsmarkt und da auch „Unsinn“ essen und das auch ohne schlechtes Gewissen genießen…. Und ich will auf Feiern und Events nicht diejenige sein, die sagt: Das kann ich mir nicht erlauben, oder: Ich muss auf die Figur achten….. ich will im Sommer oder im Urlaub einen dicken Eisbecher genießen und manchmal will ich auch Currywurst mit Pommes oder nen Burger. So isses!!
Ich möchte essen und trinken worauf ich Appetit habe. Basta!

Aber es muss ja nicht alles jeden Tag sein!!

Ich bin auch nicht so der „ich esse EINE Praline“- Typ, oder der „ich esse ein Händchen voll Chips. Ist die Packung auf, ist sie weg. So isses.
Mir persönlich fällt es leichter eine gewisse Zeit komplett zu verzichten und es ganz zu lassen. Und es an anderen Tagen eben zu genießen.

Deshalb ist es für mich ein gutes System mit den verschiedenen Tagen.
Oder auch mit der Entlastungswoche. Soll heißen, alles hat seine Zeit. Der Montag und der Dienstag beispielsweise eignen sich nach dem Wochenende gut zum Entlasten. Der Freitag mit dem Fisch bietet sich an, weil es an diesem Tag in den Läden sowieso die beste Auswahl an frischem Fisch gibt. Und da der Donnerstag in meiner Welt meist am stressigsten ist wird der eben kurzerhand zum „Alles ist erlaubt Tag“

Wenn das dann mal an einem Tag nicht klappt, weil im Leben eben nicht immer alles nach Plan läuft,………….dann klappt es am nächsten Tag wieder. Kein Beinbruch. Kein Weltuntergang.
Hinfallen. Aufstehen. Weitermachen.

Genauso mit dem Sport. Ich versuche es zweimal die Woche hinzukriegen. Sollte es aus irgendeinem Grund in einer Woche nur einmal klappen, dann ist es so. Punkt. Dann funktioniert es eben in der nächsten wieder zweimal.
Ich versuche mich damit nicht so zu stressen. Mir nicht immer so viel Druck zu machen mit: „Du musst, Du musst, Du musst“

Ich sehe es einfach wie Körperpflege. Pflege der Muskeln und des Bewegungsapparates.
Genau so, wie es nicht zur Diskussion steht ob man duschen geht oder sich die Haare wäscht, genau so steht es nicht zur Diskussion ob man die Muskeln durch gezieltes Training pflegt oder nicht. Es muss einfach sein.

Ab einem gewissen Alter baut sich die Muskulatur stetig ab wenn man nichts dafür tut.
Und ganz ehrlich, ich möchte im Alter nicht immer schwächer und schwächer werden……
Wo soll das denn hinführen…..?!
Da heißt es frühzeitig gegensteuern.
Mit diesem: „sieh den Sport als Körperpflege“ hat sich mein persönlicher Schweinehund schon so manches Mal überreden lassen.

Irgendwie ist die Fastenzeit im Anschluss an die fünfte Jahreszeit (Karneval) eben die sechste. Und jede hat ja ihren Reiz.

Nach dem ganzen Trubel finde ich es jetzt eigentlich ganz schön dem Körper mit hochwertigen Lebensmitteln etwas Gutes zu tun.
Auch Meditation oder Yoga passt jetzt gut. Mal wieder ein bisschen mehr nach innen schauen. Ein paar Atemübungen vielleicht. Das trägt auf jeden Fall zum Wohlbefinden bei. Wobei ich persönlich Atemübungen echt anstrengend und schwierig finde. Aber das zeigt mir, dass ich von Natur aus nicht so atme, dass ich den größtmöglichen Nutzen daraus ziehe. Da hilft nur Üben.

Und dranbleiben!

3 Gedanken zu “Fastenzeit 2.0

  1. Das Leben nach…
    …dem Karneval

    Beim ungläubigen Beäugen des Süßigkeitenhügels nach dem Rosenmontag entfuhr meiner besseren Hälfte völlig entrüstet: „Wer hat das eigentlich so schlecht geplant?! An Karneval schmeißen sie haufenweise Süßigkeiten und zwei Tage später beginnt die Fastenzeit. Das ist doch Schxxxxx!“ Und irgendwie stimmt das schon, dass da was hinkt, und man kann das ja auch nicht alles in 2 Tagen vertilgen, wenn man kein Bauchweh haben will.

    Meine Lösung: Alles liegt jetzt an einem schlecht ausgeleuchteten Plätzchen, an dem die Augen nicht ständig hängen bleiben. (Und dann hoffe ich auf die wundersame Reduzierung der Zuckermoleküle.)

    Nee, ehrlich gesagt halte ich es nicht mit der Fastenzeit, aber ich bin ja auch auf der merkwürdigen Reise zu einem geringeren Gewicht. Zu Deinem bisherigen Erfolg kann man da nur ganz doll gratulieren und weiterhin gutes Gelingen wünschen!

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